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  • Wir, einfach, mehr: Die Top-3-Wörter in den Slogans 2015

    Das Slogometer von Slogans.de mit den 10 häufigsten Slogan-Wörtern aus 2015

    Jeder Kreative - oder zumindest jeder Texter - kennt die Webseite slogans.de. Hier wird man fündig, wenn in Pitches das Dachmotto steht und man es vorsichtig in die Suchmaske eingibt. Während man Bruchteile von Sekunden auf das Ergebnis wartet, hofft man selbstverständlich, dass nicht schon ein anderer kluger Kopf auf die gleiche Wortkombination gekommen ist. Wird das Suchergebnis mit einer null angezeigt, kann man sich feierlich auf die Schulter klopfen. Andernfalls überlegt man sich auf dem Weg zum Kunden, Auftraggeber oder Kreativdirektor, wie man die Dublette verargumentiert oder ob sich nicht vielleicht doch noch ein kleiner Geistesblitz einstellt.

    Einen guten Claim zu entwickeln, der die Positionierung von Unternehmen, Marken und Produkten auf dem Punkt bringt, ist noch immer die Königsdisziplin aller Kreativen.Schauen wir aber einmal auf den  Slogometer 2015 mit den äufigsten Sloganwörten aus dem Jahr 2015. 

    1. Wir
    2. Einfach
    3. Mehr
    4. Leben
    5. Sie
    6. Du
    7. Dein
    8. Alles
    9. Your
    10. Ihr
    11. Neue
    12. Alle
    13. You
    14. Anders
    15. Lieben

    Quelle: Slogans.de Slogometer, Stand: 01.01.2016

    Aus der Top-3-Platzierung ließen sich doch schon wieder schöne Kreationen bilden, wie: Mehr wir. Oder: Einfach mehr. Oder: Einfach mehr wir. Kann ich da mit meinen Kreationen mithalten? Wie wäre es mit: 

    Raumhaus. Arbeitsraum ist Motivation.

    (für meinen Auftraggeber Raumhaus)

    Die Tafeln verbinden.  

    (für meinen Auftraggeber Bundesverband Deutsche Tafel e.V.)

  • 18 Tipps für Kreativdirektoren in der Adweek

    Endlich CD, und dann? 

    Hochachtungsvoll ehrt man Deine Wochenendschichten, Ideen für die Mülltonne und vor allem Dein Durchhaltevermögen. Tatata... Du bist Kreativdirektor. Und jetzt? Führungskompetenz? Emphathie? Konstruktivität? Effizienz? In Photoshop und Word lernt man das nicht. 

    Die Adweek gibt Kreativdirektoren 18 Tipps mit auf den Weg für einen Job. Eine schöne Sammlung und mein drei Lieblingtipps: 

    Be approachable and accessible, and eliminate any anxiety

    You're the new CD and there are creative people already working in your department. They'll be nervous, anxious to know what this means for them personally, and they'll be eager to know what you're all about.

    Create a culture of honest engagement

    Allow anyone at any level to speak their mind, throw in an idea, or express their opinion about the work. It's ultimately your decision, and you have to make it, but if people feel they can be honest, you'll have a much better culture. 

    Be kind and generous

    Creative people can be fragile. Let's face it, we're all a combination of insecurity and bravado. So be gentle. Be kind. Be generous with your time and your praise when it's deserved.

    Quelle: Adweek

  • DeutschDeutsche Fotografie: Ute und Werner Mahler

    Die Initiatoren der Ostkreuz-Fotoschule: Ute und Werner Mahler in den Deichtorhallen Hamburg.

    Ute Mahler kennt jeder, der früher in DDR-Zeiten Muttis Magazine geblättert hat und die schnittigen Modestrecken vor dem Hintergrund von Konsum, HO oder Kaufhalle entdecket hat. Werner Mahler ist für seine stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen bekannt. 

    Die Werkschau in den Deichtorhallen Hamburgs nimmt die Aussteller mit auf eine Reise, in der Kultur, Gesellschaft, Landschaft und Leben authentisch, und dadurch aus sich kritisch sprechend, dargestellt werden. 

    Da gibt es zum Beispiel Bomber, ein Neonazi aus Berlin...

    ... oder die Monalisen der Vorstadt, die junge Frauen in ganz Europa portraitiert...
    ... oder Thüringer Gefängnisleben...

    Tolle Ausstellung, absolut sehenswert. In den Deichtorhallen Hamburg ist die Werkschau noch bis zum 29.06. Mehr gibt's hier: Deichtorhallen Hamburg. Wer mehr zur Fotoschule von Ute und Werner Mahler erfahren will, spaziert einfach mal hier vorbei: Ostkreuz Fotoschule

  • Buchtipp zum Welttag des Buches: 1WTC

    Buchtipp zum Welttag des Buches: 1WTC

    Wir feiern den Welttag des Buches und Herr Gauck unterstützt Menschen, wieder mal ein Buch in die Hand zu nehmen. Das ist gut und wichtig. Denn Lesen bringt uns alle weiter. Manchmal tut ein gutes Buch noch mehr. Es bewegt. Im Kopf. Und lässt einen nicht los. Es überschreitet Grenzen und funktioniert als Spiel zwischen Realität und Fiktion. Deshalb gibt es heute eines meine Lieblingsromane als Empfehlung: 1WTC von Friedrich von Borries

    Überwachung, Medienkunst und Angst in den USA nach 9/11

    Die Story: Vier Charektere zeigen, dass Medien unsere Wahrnehmung von Risiken und Gefahren verformen. Überwachung, Kunst: Alles zerfließt eine immerwährende Schleife von Fiktion und Realität. Da gibt es Mikael Mikael, der für ein Stipendium nach New York reist und der künstlerischen Frage nachgeht: Wie politisch muss Kunst sein, um politisch zu sein?  Das Mysterium Mikael Mikael ist an sich schon ein Phänomen. Denn der Protagonist des Romans scheint ein realer Künstler zu sein, der die Öffentlichkeit scheut. Spielt man Borries Spiel mit, dann ist Realtät gleich Fiktion und umgekehrt.

    Dauerschleife zwischen Realität und Fiktion

    In Ney York angekommen, verwebt sich Mikael Mikaels Kunstprojekt mehr und mehr mit dem überwachten Leben in der Großstadt. Da entsteht ein neues Gebäude auf dem Ground Zero, an dem ein Architekt streng geheim mitwirkt. Seine Exfreundin, eine Künstlerin/Galeristin, bandelt mit Mikael Mikael an. Sie erklärt sich bereit, in seinem Kunstprojekt mitzumischen. Und weil es ohne IT nicht geht, gibt es noch eine Hackerin, die für das Projekt mit ins Boot geholt wird. Um der Frage der politischen Dimension von Kunst nachzugehen, soll ein Film entstehen, der die Überwachung dokumentiert, also quasi die Bühne auf der Bühne. Doch die Grenze zwischen Realität und Fiktion zerfließt schon recht schnell. Am Ende ist viel Tod und die Erkenntnis: Begreift man den Roman als ein Kunstwerk, dann ist er so politisch, dass er zum Denken anregt. Gedanken über die Realität des Virtuellen, über die Medienmaschine und noch viel mehr. 

    Hier geht's zur Leseprobe vom Suhrkamp Verlag